Die Säulen

Nach gründlichen Überlegungen und Messungen habe ich die Positionen der beiden Säulen festgelegt und am Boden markiert. Anschließend bohrte ich für jede Säule drei Löcher, in die die Bewehrungsstangen in die gut 20cm dicke Beton-Bodenplatte gesteckt wurden. Die 45mm großen Löcher werden später samt den 16mm-Stangen mit Beton gefüllt. Das dürfte ausreichend sein, um Schwingungen der Säulen zu vermeiden. Um nicht über frei herumliegende Kabel zu stolpern habe ich noch den Betonboden aufgestemmt um zu jeder Säule ein 40mm-FBY-Rohr verlegen zu können. Diese wurden später mit einbetoniert.
In der Schlosserei unserer Firma habe ich Käfige gefertigt, die in die Säulen einbetoniert werden und später die Montierungen tragen sollen. Für die kleinere Säule nahm ich M12-Gewindestangen, für die Größere M20. Somit dürfte ich gut für die Zukunft gerüstet sein.
In der Firma lagen noch alte Wickelfalzrohre (180mm und 280mm Durchmesser), die nicht mehr gebraucht wurden. Die konnte ich mir sichern und auf jeweils ca. 95cm kürzen. Diese Rohre sehen als fertige Säule schöner aus als die üblicherweise verwendeten Kunststoff-Abwasserrohre. Beim schneiden habe ich das Gefälle des Pool-Bodens mit berücksichtigt. Somit stehen die Rohre annähernd senkrecht auf dem Boden. Auf die scharfkantigen Ränder der Rohre habe ich ein Kantenschutzband angebracht. Auch die Auslässe für die FBY-Rohre wurden damit „entschärft“.
Damit beim gießen nichts verrutscht baute ein Gerüst drum herum. Am Boden baute ich noch jeweils eine Schalung für einen quadratischen Sockel. Innerhalb der Schalung wurden in den Boden Stahlstifte eingeschlagen und ein paar Zentimeter über dem Boden umgebogen, um dem Sockel später bessere Stabilität zu geben.
Der Beton konnte nun kommen. Mit Eimern brachten meine beiden Helfer und ich den Beton vom Anhänger zu den noch leeren Säulen und ließen ihn in die Rohre laufen. Mittels einer Rüttelflasche wurde alles gut verdichtet, so dass keine Lufteinschlüsse mehr im Beton sind.
Die beiden Käfige wurden bei fast vollen Rohren in den Beton gedrückt und ausgerichtet. Zur Sicherheit habe ich sie noch mit der Verschalung verbunden. So konnte Alles ein paar Tage aushärten. Gleich nach dem Betonieren wurden die Gewindestangen und Blechmäntel gesäubert. Gerade bei Gewinden ist Dreck ein großes Problem! Anschließend wurde es Zeit den Boden noch abzuwaschen. Auch die beiden 40mm-Rohre wurden in dem dafür vorgesehenen Kanal im Boden einbetoniert.
Als Trägerplatten für die Montierungen nahm ich Grauguß-Scheiben. Für die große Säule verwende ich eine Platte mit 36mm Dicke und 270mm Durchmesser. Die Kleine hat „nur“ 170mm Durchmesser bei einer Stärke von 15mm. In einer großen Firma konnte ich die jeweiligen Aussparungen für die Montierungen ausdrehen und Bohrungen für die Säulen erstellen lassen. Danach ging’s zum Verzinken.