Nützliche Software

Die Liste der Programme und Tools, die ich hier kurz vorstelle, ist natürlich nicht komplett. Es kommen neue hinzu, andere werden wieder verschwinden. Ich zähle hier nur die – meiner Ansicht nach – gebräuchlichsten Lösungen auf. In meiner Aufzählung fehlen Bearbeitungsprogramme wie GIMP oder Photoshop. Wer sich mit Fotografie beschäftigt, hat in den allermeisten Fällen entsprechendes auf dem Rechner installiert.



Wer mit Canon-DSLR’s fotografiert, wird wohl an „Backyard EOS“ hängen bleiben. Diese Software  ist schon fast die „Eierlegende Wollmilchsau“, und das für relativ schmales Geld. Ein Kauf lohnt jedenfalls, wenn man sich der Astrofotografie verschrieben hat.



Ebenfalls sehr nützlich und hilfreich sind die ASCOM-Standards. ASCOM ist eine Entwicklergruppe, die versucht – Verkäufer- und Sprachunabhängig –
astronomische Hard- und Software zu verbinden. Auf deren Webseite gibt es allerlei Nützliche Treiber und Programme, die zum Download angeboten werden.



DeepSkyStacker ist eine Freeware für Astrofotografen, die alle Schritte des Vor-Verarbeitungsprozesses von Deep-Sky Bildern vereinfacht. Registrierung, stacken der Aufnahmen, einfache Post-Stacking Prozesse zur schnellen Voransicht des Endresultats, Speicherung des fertigen Bildes als TIFF oder FITS Datei.



Um auch länger belichten zu können wird das Teleskop nicht nur automatisch nachgeführt. Um keine Eiersterne zu bekommen wird das sog. Guiding eingesetzt. Mithilfe eines zweiten Fernrohres (sog. Leitrohr), welches auf der Haupt-Optik montiert ist, und einer im Strahlengang des Leitrohres befindlichen Kamera wird ein Stern „beobachtet“. Die Kamera sendet das Bild an entweder einen „Standalone-Guider“ oder eine PC-Software wie „PHD Guiding“, der/die ein Abdriften des Sterns erkennt und der Teleskopmontierung mitteilt, wie sie sich bewegen soll, damit der Stern wieder auf den Ursprünglichen Punkt zurück fällt. Das Ergebnis sind dann keine Bewegungen mehr in der Aufnahme, die Sterne werden rund abgebildet.



In der Astrofotografie gibt es nicht nur DeepSky-Bilder. Auch Aufnahmen von Planeten oder Details der Mond- oder Sonnenoberfläche werden gerne abgelichtet. Damit solche Aufnahmen detailreich dargestellt werden können, werden Videosequenzen aufgenommen. Mit entsprechender Software werden die einzelnen Videoframes zu einem Summenbild zusammengefügt. Das erledigt z.B. Avistack.



Auch RegiStax kann, ähnlich wie Avistack, Vidosequenzen zerlegen und zu einem einzelnen Bild weiterverarbeiten.



Fitswork ist ein weiteres Programm zum Bearbeiten von Astrofotos. Damit lassen sich sowohl Webcam- als auch DSLR-Bilder verarbeiten. Das kostenlose Programm wird leider nicht mehr weiterentwickelt, kann aber derzeit noch von der Webseite heruntergeladen werden.